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Jom haSchoa in Halle

Menschen leben weiter, solange die Erinnerung an sie lebt

Am Jom haSchoa findet traditionell eine bewegende Gedenkveranstaltung unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen aus der jüdischen Gemeinde sowie Vertreterinnen und Vertretern der Öffentlichkeit und Politik statt.

Name für Name.
6 Millionen Ermordete, Vernichtete, in Konzentrationslagern verbrannte Menschen.

Menschen leben weiter, solange die Erinnerung an sie lebt und solange ihre Namen genannt werden.
Viele Namen – 6 Millionen. Aber wir erinnern uns.
Kinder sprechen die Namen aus.
Männliche und weibliche Namen. Ganze ausgelöschte Familien.

Die sechs Kerzen wurden im Rahmen der Gedenkfeier von verschiedenen Persönlichkeiten entzündet, die jeweils eine besondere Bedeutung des Erinnerns zum Ausdruck brachten:

Die erste Kerze – für die jüdischen Partisanen, die im Widerstand starben – wurde von Inessa Myslitska, Vorsitzende des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt und der Synagogengemeinde zu Magdeburg, entzündet.

Die zweite Kerze – für die unschuldigen Kinder, deren Leben nicht beginnen durfte – entzündete der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze.

Die dritte Kerze – für die ausgelöschten Gemeinden, für Heimat, die nicht mehr existiert – wurde von Daniel Grunow, Referent des Ansprechpartners für das jüdische Leben in Sachsen-Anhalt, entzündet.

Die vierte Kerze – für die „Gerechten unter den Völkern“, jene, die trotz Todesgefahr halfen – entzündete Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale), gemeinsam mit Pfarrer i. R. Wolfgang Breithaupt und Pfarrer Stefan Haas vom Verein Marsch des Lebens.

Die fünfte Kerze – für Israel, das Land des jüdischen Neubeginns – wurde im stillen Gedenken entzündet.

Die sechste Kerze – für alle sechs Millionen, die keine Stimme mehr haben – entzündete Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale).