Weltoffenheit macht Magdeburg stark – als Stadt der Begegnung, Vielfalt und des Zusammenhalts. Die zweite Ausgabe des Stadtgesprächs im einewelt haus hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft für unsere Stadt ist.
Für die Jüdische Gemeinschaft Sachsen-Anhalt war der Abend eine wertvolle Gelegenheit, über jüdisches Leben, Begegnung und Erinnerungskultur in Magdeburg ins Gespräch zu kommen – und gleichzeitig auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, denen unsere Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt noch begegnet.
Jüdisches Leben sichtbar machen
Inessa Myslitska, Vorsitzende der Synagogengemeinde zu Magdeburg, berichtete vom Alltag jüdischen Lebens in der Stadt. Die neue Synagoge mit über 5.000 Gästen ist längst nicht nur ein Gotteshaus, sondern ein lebendiger Ort der Begegnung und des Austauschs. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass jüdisches Leben weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert ist – von mangelnder Sichtbarkeit bis hin zu antisemitischen Vorfällen.
Fachkräfte und Vielfalt stärken
Susanne Eva Dörrwand, Geschäftsführerin Handel, Tourismus, Dienstleistungen und Unternehmensförderung bei der IHK Magdeburg, unterstrich die Bedeutung internationaler Fachkräfte für Wirtschaft und Gesellschaft. Vielfalt ist nicht nur ökonomisch wichtig, sondern stärkt auch die gesellschaftliche Resilienz und trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen.
Demokratie und Zivilgesellschaft fördern
Krzysztof Blau, Geschäftsführer der AGSA, erinnerte an den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft nach dem Weihnachtsmarktattentat 2024. Die schnelle und entschlossene Reaktion der Magdeburger*innen zeigte: Solidarität und offener Dialog sind entscheidend, um Polarisierung entgegenzuwirken und Demokratie zu stärken.
Verwaltung im Wandel
Dr. Katja Michalak, Dozentin an der Hochschule Merseburg und Leiterin des Projekts „IKOE – Fachstelle Interkulturelle Öffnung und Kompetenzentwicklung Sachsen-Anhalt“, hob hervor, dass die Stadtverwaltung auf einem guten Weg zu mehr interkultureller Offenheit ist. Positive Haltung, gezielte Bildungsangebote und die Nutzung bestehender Stärken wie Städtepartnerschaften sind entscheidend, um Verwaltung und Stadtgesellschaft nachhaltig inklusiv zu gestalten.
Fazit
Für die Jüdische Gemeinschaft Sachsen-Anhalt ist klar: Weltoffenheit beginnt im Kleinen – im täglichen Miteinander – und zeigt sich zugleich in strategischen Entscheidungen, die Magdeburg als vielfältigen, demokratischen und lebenswerten Standort stärken. Orte wie die Synagoge, Bildungsformate und Begegnungsräume fördern Sichtbarkeit, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Aufzeichnung des Livestreams ist hier verfügbar: Livestream Stadtgespräch Weltoffenheit
Organisatoren:
Volksstimme.de · Stadtmarketing Magdeburg · IHK Magdeburg · Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
