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Modernisierter Judenhass

Podiumsgespräch mit Volker Beck, Mirna Funk und Stephan Grigat

Der Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt, das Bündnis gegen Antisemitismus Halle und die Jüdische Gemeinde Halle laden zum einem Podiumsgespräch am 7. Oktober 2026 ein. Unter dem Thema „Modernisierter Judenhass. Über den Zusammenhang zwischen Antizionismus und Antisemitismus“ werden Volker Beck, Mirna Funk und Stephan Grigat diskutierten. Die Veranstaltung findet im Stadthaus ab 19 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

Drei Jahre nach dem die Hamas, der islamische Dschihad und zahlreiche palästinensische Zivilisten das größte Massaker an den Juden seit dem Holocaust begingen, fällt die Bilanz erschreckend aus: Die Übergriffe auf Juden haben weltweit zugenommen. Auf Israel werden von Antizionisten Vorstellungen, Motive und Absichten projiziert, deren Nähe zu alten antijüdischen Ressentiments kaum zu übersehen ist. Wo einst von Ritualmorden an Kindern, von Brunnenvergiftungen oder von Juden als Dämonen und Teufel die Rede war, erscheinen zeitgenössische Varianten derselben Erzählung: Israel als Kindermörder, als Völkermörder, als Ausgeburt kolonialer Unterdrückung, als gefräßiger Moloch oder als allmächtiger Störenfried des Weltfriedens. Die alten judenfeindlichen Legenden funktionieren noch heute, indem sie in die politische Sprache der Gegenwart übersetzt werden. Gemeinsam ist all diesen Zuschreibungen die Vorstellung, Israel stehe immer in Gegensatz zu allen anderen Staaten. Woher rührt dieser Hass auf Israel? Lassen sich Antizionismus und Antisemitismus überhaupt unterscheiden? Diesen Fragen soll im Rahmen des Podiumsgespräches nachgegangen werden.

Volker Beck ist der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Mirna Funk ist Schriftstellerin und Journalistin. Stephan Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.