Toleranzweg Wörlitz

Toleranzweg Wörlitz zur Geschichte der Juden und der Jüdischen Gemeinde

Toleranzweg Wörlitz zur Geschichte der Juden und der Jüdischen Gemeinde

Der Toleranzweg – zur Erinnerung an die Juden in Wörlitz“ war ein Projekt von Auszubildenden der Euro-Akademie Dessau-Roßlau in Zusammenarbeit mit dem Modellprojekt „SEMInar_Pro“, dem Multikulturellen Zentrum Dessau e.V. und der Zeitreise-Manufaktur Magdeburg sowie mit freundlicher Unterstützung des Pfarrers Dietrich Bungeroth i.R.

Die Teilnehmer des Projektes haben sich im Rahmen einer GPS-geleiteten Entdeckungstour auf den Weg gemacht, um Orte jüdischen Lebens und Spuren von Toleranz zu erkunden. Einige Ergebnisse der Spurensuche, wobei jede Gruppe einen besonderen Schwerpunkt bearbeitete, sind auf der Internetseite http://www.toleranzweg-woerlitz.de/ dargestellt.

Heute bietet eine Gruppe von ehrenamtlich Tätigen an bestimmten Terminen im Sommerhalbjahr Führungen auf dem Denkmalpfad Toleranzweg Wörlitz zur Geschichte der Juden und der Jüdischen Gemeinde an. Der Kulturbund Wörlitz e.V. hat mit seiner AG „Stadtgeschichte“ Erinnerungstafeln an jüdische Familien an deren früheren Wohnhäusern angebracht. Die Führungen beginnen an der Gedenkstätte beim Judenfriedhof und enden an der Synagoge im Park, die zur Besichtigung geöffnet ist.

Dieser Weg führt durch die Stadt von der Gedenkstätte am Jüdischen Friedhof zur ehemaligen Judenstraße mit den Häusern der jüdischen Ehrenbürger Cohn und Weinstein, weiter bis zur Synagoge im Park und zur Goldenen Urne mit dem Toleranzblick. Zu entdecken sind aber auch Spuren der Intoleranz und des Hasses. Kein Parkgebäude hat aus ideologischen Gründen so oft die Bezeichnung ändern müssen wie die Wörlitzer Synagoge, mal hieß sie Judentempel, mal Vestatempel. Nach 1938 wurde sogar gefordert das ehemalige Gotteshaus abzureißen, da kam dann der Krieg dazwischen.

Auf dem Toleranzweg wird auch darüber berichtet, wie etwa 90 Jahre zuvor in Wörlitz ein Klima der Achtung und Toleranz herrschte. In seinen Jugenderinnerungen beschrieb Leopold Friedrich Brunn (1829–1905), was er in Wörlitz erlebte: „Antisemiten gab es damals, wenigstens in Wörlitz, noch nicht. Christen und Juden lebten in größter Eintracht miteinander. Christen- und Judenkinder saßen in der Volksschule friedlich nebeneinander auf der Schulbank.“

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau e.V., der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri Wörlitz und dem Kulturbund OG Wörlitz e.V.

Faltblatt Toleranzweg Wörlitz 2017

Faltblatt Toleranzweg Wörlitz 2017

Anfragen können per E-Mail an Pfarrer Dietrich Bungeroth i.R. (dietrich-de@bungeroth.net) gerichtet werden.

Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau e.V.
Mittelring 38
06849 Dessau-Roßlau
Telefon: +49(0) 340-850 11 99
Fax: +49(0) 340-850 11 94
E-Mail: mendelssohn@datel-dessau.de
Internet: www.mendelssohn-dessau.de

Weitere Informationen zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich:

Tourismusgesellschaft Wörlitz-Oranienbaum mbH
Telefon: +49(0) 34905-31 009
Internet: www.woerlitz-information.de